Reise auf eigene Faust
Video enthüllt fünf fatale Fehler, die die allermeisten Reisenden machen.

Der Reiz am Weltreisen mit Fahrrad – die Alternative zum Backpacker Leben

 

Es gibt keine 100% perfekte Reiseart, aber es gibt ganz sicher spannendere Möglichkeiten die Welt zu erleben, als mit dem Rucksack in öffentlichen Verkehrsmitteln.

 

Auf Weltreise mit dem Fahrrad

 

Ich möchte Dir heute das Reisen mit dem Rad schmackhaft machen und meine Erfahrungen der letzten Jahre gerne mit Dir teilen.

 

Vorteile des Reisens mit dem Rad

 

Flexibilität – Vergiss in Zukunft Busfahrpläne, eingeschränkte Verbindungen, Standardrouten. Du fährst dort wo Du möchtest. Du fährst los wann Du Lust hast, machst Pause wie es Dir gefällt und kannst jedes noch so kleine abgelegene Dorf jederzeit besuchen. Kein nerviges verhandeln mit Rickshaw Fahrern mehr, kein Gequätsche im Bus, nein, pure Freiheit.

 

Mit dem Fahrrad durch China

 

Mehr Abenteuer - Es ist selbstredend, dass eine Radreise mehr Abenteuer mit sich bringt als die meisten anderen Reisearten. Ich sehe das als einen genialen Vorteil an, denn es gibt nichts spannenderes, als morgens nicht zu wissen wo man abends sein wird. 

Sich dabei ständig auf etwas neues einstellen zu müssen und die Vielfalt der Welt zu erleben ist das Beste an einer Radreise, denn wer will schon einem langweiligen Reiseplan folgen und mit der Masse mitlaufen? 

Ganz alleine und stolz am Pass oben ankommen, das Zelt an einem schönen Platz aufstellen und die Aussicht geniessen. Abenteurer was willst Du mehr?

 

Ausrüstung für die Reise mit dem Fahrrad

 

Billiger - Ein Radler hat alles nötige an Ausrüstung mit an Bord. Zelt, Schlafsack, Isomatte, Koch-Ausrüstung etc. 

Ich kann somit fast jeden Tag selbst entscheiden ob ich Geld für eine Übernachtung ausgeben möchte oder lieber umsonst im Wald, in der Wüste am Lagerfeuer oder bei Einheimischen im Garten mein Zelt aufschlage. Gehe ich in ein Restaurant essen, oder zaubere ich mir lieber ein billiges Mahl über meinem kleinen Kocher? 

Als Radler wird man auch sehr oft von Einheimischen eingeladen.

Radreisen sind nach der einmaligen Anschaffung der Ausrüstung deutlich billiger als alle anderen Reisearten, es sei denn man geht zu Fuss, das wäre natürlich noch preiswerter.

 

Nach einem anstrengendem Tag auf dem Fahrrad eingeladen bei Kasachen

 

Reisen abseits der Touristenpfade - Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährst Du von einem interessanten Ort zum Nächsten. Was es dazwischen zu sehen gibt, verpasst Du leider. Mit dem Rad ist es normalerweise genau anders herum. Bei der Radreise ist der Weg das Ziel, denn genau dort passieren so irre viele interessante Sachen, dass eine Touristenattraktion zur Nebensache wird. 

Du bist mit dem Rad allermeistens abseits der Touristenpfade unterwegs und somit bekommst Du ein authentisches Leben der Einheimischen mit. Du bist oft ewig weit von der Zivilisation entfernt und kannst die Natur hautnah und oftmals ganz für Dich alleine geniessen.

 

Alleine in der freien Natur im Oman. Nur das Fahrrad und ich.

 

Mit allen Sinnen die Welt erleben - Du riechst und hörst die Umwelt. Du spürst das Wetter. Dein langsames Tempo macht es Dir möglich, dass Du sogar jede Blume am Strassenrand wachsen siehst. Du bist mittendrin im Geschehen, egal ob in der Natur oder irgendwo in einer Groβstadt. 

Doch bist Du auch schnell genug um in ein paar Tagen eine passable Distanz zurück zu legen. Die Geschwindigkeit ist perfekt um Deine Sinne andauernd zu beflügeln und Raum für Neues zu lassen.

 

Fahrrad fahren ist Abenteuer!

 

Umwelt – Du schonst die Umwelt, vorallem wenn Du von daheim aus los fährst.

 

 

Was sind die Nachteile?

 

Natürlich ist nicht alles perfekt, denn dann wäre es ja auch wieder langweilig. Hier nun die aus meiner Sicht heraus gravierensten Nachteile einer Reise mit dem Rad.

 

Klima – Nachdem Du mit dem Rad dem Wetter voll ausgesetzt bist, ist es manchmal ein Härtetest, wenn man tagelang durch Regen radeln muss. Auch bei 45 Grad in der Sonne zu braten oder bei Schnee und Eis zu radeln ist nicht jedermanns Sache. Doch mit ein biβchen Planung, kann man das Schlimmste vermeiden

 

Im tiefsten Winter.. eingeschneit zelten.

 

Soziale Kontakte – Nachdem man auf einer Radreise meistens die abgelegenen Gegenden bevorzugt, ist es manchmal schwer Kontakte zu anderen Menschen zu bekommen. Die Sprachbarrieren in den jeweiligen Ländern sind oft sehr groβ und somit kann es auf Dauer sehr einsam werden, vorallem wenn man alleine unterwegs ist.

 

Winter und allein sein in den Weiten der Türkei..

 

Zeitprobleme bei Ländern mit Visa-Einschränkungen: Nachdem man mit dem Rad nicht mal eben hunderte von Kilometern an einem Tag radeln kann, ist es leider manchmal etwas stressig, wenn man in Ländern unterwegs ist, die nur eine begrenzte Aufenthaltsdauer erlauben. Dann kannst Du allerdings jederzeit Dein Rad in ein Bus oder den Zug verladen, das geht normalerweise überall auf der Welt recht einfach.

 

 

Wie funktioniert so eine Radreise?

 

Das Wichtigste vorweg. Es ist alles einfacher als man denkt.

 

Ausrüstung – wenn Du nicht gleich auf Weltreise gehen möchtest, brauchst Du Dir keinen groβen Stress um die Ausrüstung zu machen, schon gar nicht wenn Du in westlichen Ländern unterwegs sein wirst, denn dann bekommst Du vieles vor Ort, falls irgendetwas kaputt gehen sollte.

Packe so wenig wie möglich, so viel wie nötig ein. Alles andere ist nur schwerer Balast, der Dich am Ende nur schneller an Deine Leistungs- und Spaβgrenze bringen wird. 

Wenn Du allerdings gleich mit der Mongolei oder Uganda anfangen möchtest, dann solltest Du Dir ein paar Packlisten anderer Radler anschauen. 

 

Die richtige Ausrüstung ist wichtig. Gerade bei Plattfuß.

 

Training – Deine Fitness kommt von alleine – es spielt auch keine Rolle wie alt Du bist. Wo ein Wille, da ist auch ein Weg. Es schreibt Dir niemand vor, wie viele Kilometer Du radeln musst. Es ist Deine Reise und Du musst niemandem etwas beweisen. Spaβ soll es machen. Du bestimmst das Tempo. 

Der gröβte Muskel beim Sport ist bekanntlich der Kopf. Motivationstiefs sind die gröβten Fitnesskiller. Wenn Du aber neugierig und voller Tatendrang bist, fährt das Rad fast von alleine.

 

Beim Reisen mit dem Rad ist oft der Kopf im Spiel.

 

Gefahren – Die gröβte Gefahr auf einer Radreise ist nicht wie fälschlichweise immer gedacht wird, irgendein böser Mensch, nein es ist der Verkehr. In manchen Ländern fahren die Leute schon sehr rücksichtslos. Je weiter weg Du von den Hauptstraβen unterwegs bist, desto sicherer wird Deine Reise verlaufen. 

Die Gefahr überfallen zu werden, ist im allgemeinen sehr gering. Ganz im Gegenteil, die Menschen werden Dich mit offenen Armen aufnehmen, übernachten lassen und Dir helfen wo sie können. 

 

Die LKWs geben leider nicht immer acht auf Radfahrer.

 

Angst – Brauchst Du keine haben. Es haben schon andere vor Dir eine Radreise unternommen, dann kannst Du das auch. Man wächst an seinen Aufgaben. Nach ein paar Wochen, wirst Du Dich ans Leben auf der Straβe gewöhnt haben und anfängliche Bedenken werden sich in Luft auflösen.

 

Mit dem Fahrrad unterwegs im Iran - sicherer als gedacht.

 

Planung – Plane nicht zu viel. Je flexibler Du Deine Reise gestaltest, desto mehr wirst Du vom Erlebnis profitieren. Visa Regelungen solltest Du wissen. Alles andere ergibt sich von selbst.

 

Mit dem Fahrrad unterwegs in Island

 

Mit oder ohne Partner – Solltest Du niemanden finden, kann ich Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es ein wahnsinns Erlebnis ist die Welt alleine zu beradeln. Sicherlich, wie alles hat es seine Vor- und Nachteile, aber ein Partner wird Dir weder mehr Sicherheit bringen, noch mehr Spaβ. Solo wird man viel öfters eingeladen und man geht automatisch mehr auf andere zu. Es ist nicht jedermanns Sache alleine unterwegs zu sein, aber auf jeden Fall eine Überlegung wert.

Manchmal trifft man auch andere Radler. Zufällig auf der Straβe oder in bekannten Radlergebieten, wie z.B. Südostasien oder Zentralasien. 

 

Schau Dir das weltweit bekannte Radlernetzwerk an. www.warmshowers.com Hier findest Du Gastgeber die Dich gerne aufnehmen. Das beste Deutsche Radlerforum sind die www.bikefreaks.de hier bekommst Du jede Menge Infos rund um die Radreise.

 

Viel Spaβ, sei mutig und probiere es auch, es wird garantiert auch Dir Spaβ machen.

 

Okay, jetzt hast du die Gelegenheit Heike live zu erleben und ihre persönlichen Geschichten & Praxistipps anzuhören. 

 

Dieses Liveinterview hat mir wie jedes Mal einen bombigen Spaß bereitet. Wenn du dir überlegst selbst um die Welt zu radeln oder wenn du einfach auch gerne Abenteuer erleben willst, dann ziehe dir dieses 42 Minütige Interview rein.

 

Hier die Inhaltsangabe für Leute, die gerne durchklicken:

 

Ab Minute..

 

1. Die Möglichkeit in jedem Dorf anzuhalten

 

4. Was Radlerin Heike den Einheimischen mitbringt..

 

7. Man kann frei entscheiden was man will.

 

10. Was ist auf deinen Radreisen anders als du es dir ursprünglich vorgestellt hast?

 

13. Die Kosten einer Radreise.

 

14. Beim Radeln ist man manchmal sehr alleine. Was fängst du mit dieser Zeit an?

 

17. Verzicht. Anstrengung. Belohnung.

 

20. Angst vor Übernachtungen? Gefahren beim Radeln.

 

25. Der Start ins Radelleben. Gute Länder für den Einstieg.

 

27. Missverständnisse..

 

28. Von LKWs ziehen lassen wenn die eigenen Grenzen erreicht sind. So geht's..

 

32. Andere Radler treffen.

 

35. Kompromisse beim Radeln zu zweit.

 

37. Wirst du die gewonnenen Freunde jemals wieder sehen?

 

40. Fazit zum Reisen mit Rad.

 

Let's go:

 

 

Noch mehr Heike gibt's natürlich auf www.pushbikegirl.com und in ihrem Facebook postet sie regelmäßig, was sie gerade für Radel-Abenteuer erlebt. 

 

 

Reizt dich das Radeln ebenfalls? Wo spürst du noch Widerstand?

 

Wir freuen auf deinen Kommentar.

 

Kommentare   

 
Kilian
0 #1 Kilian 2015-05-05 19:28
Servus Heike,
herzlichen Dank für den Talk. Hat mir riesig Spaß gemacht.

Kilian
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